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Nicht jede Wägeaufgabe lässt sich mit einer fertigen Waage lösen. Bei Silos, Behältern oder Sonderkonstruktionen muss die Wägetechnik vielmehr direkt in die bestehende Konstruktion integriert werden. Für solche individuellen Anwendungen bieten Waagenbausätze eine flexible Lösung.
Ein Waagenbausatz enthält die Messtechnik für den Aufbau einer individuellen Waage. Dazu gehören mehrere Wägezellen und eine Junctionbox, die die Signale der einzelnen Zellen zusammenführt und abgleicht. Der Lastträger – etwa Rahmen, Plattform oder Behälter – wird passend zur jeweiligen Konstruktion ergänzt.
So lässt sich das Wägesystem an Abmessungen, Material und Einbausituation der jeweiligen Konstruktion anpassen.
Vier DMS-Wägezellen: Genauigkeit nach OIML R60, Klasse C3, für Eichklasse III geeignet
Passende Junctionbox: zum Anschluss und Abgleich der vier Wägezellen
Hoher IP-Schutz: Wägezellen mit IP67, bei der R-Reihe IP68/IP69K für nasse Umgebungen und Hochdruckreinigung
Robuste Werkstoffe: vernickelter Stahl, bei der R-Reihe legierter Stahl und Junctionbox aus rostfreiem Stahl
Nennlasten: vier Laststufen von 600 kg bis 9.000 kg
Ausgewählte Bausätze verfügen über eine Bauartzulassung und erfüllen damit die Voraussetzung, das fertige Wägesystem eichen zu lassen.
Einsatzbereiche von Waagenbausätzen
Waagenbausätze eignen sich für Anwendungen, bei denen die Wägetechnik direkt in eine bestehende oder individuelle Konstruktion integriert werden soll. Die Wägezellen werden dabei an den Punkten eingebaut, an denen die Last aufgenommen wird.
Typische Einsatzbereiche sind:
Behälter- und Silowaagen: Trichter, Tanks und Silos auf Wägezellen lagern und Füllstände direkt erfassen
Bodeneinbau: ebenerdig eingelassene Waagen, die mit Hubwagen oder Stapler befahren werden können
Fahrzeugbau: Wägetechnik in Aufbauten, Anhängern oder Sonderfahrzeugen integrieren
Landwirtschaft: Futtermischwagen, Verladestationen und Wiegeeinrichtungen im Stall ausrüsten
Sondermaschinenbau: Prüfstände und Anlagen mit einer Wägefunktion nach Maß ausstatten
Die hohen Schutzarten der Wägezellen zahlen sich dabei besonders bei Anwendungen aus, in denen Wägezellen regelmäßig mit Nässe, Staub, Schmutz oder intensiver Reinigung in Kontakt kommen – etwa in der Landwirtschaft oder Lebensmittelproduktion.
DAkkS-Kalibrierservice, damit Ihr selbst gebautes Wägesystem dokumentiert rückführbar misst
Reparaturservice, wenn Komponenten getauscht oder instand gesetzt werden müssen
Testgeräteservice für den Praxistest ausgewählter Geräte vor der Kaufentscheidung
Vom Bausatz zum fertigen Wägesystem
Der Bausatz liefert die Messtechnik, doch erst mit zwei weiteren Bausteinen wird daraus ein komplettes Wägesystem: einem Lastträger aus eigener Fertigung und einer Auswerteeinheit, die die Signale der Wägezellen anzeigt oder weiterverarbeitet.
Bei der Auswerteeinheit haben Sie die Wahl:
Auswertegeräte mit Display und Tastatur, wenn direkt am Wägeplatz abgelesen und bedient werden soll
Digitale Wägetransmitter, wenn die Wägedaten an PC, SPS oder Netzwerk übergeben werden, zum Beispiel die Hutschienenmodule für den Schaltschrank
Wer statt der im Set enthaltenen Zellen eine andere Bauform oder Nennlast benötigt, kann das Wägesystem auch aus einzelnen Messzellen und passenden Junctionboxen individuell zusammenstellen. Und wenn sich die Aufgabe mit einem fertigen Lastträger lösen lässt, kommen alternativ Plattformen für den Arbeitsplatz oder Wägebrücken für Palettenlasten infrage.
Den passenden Waagenbausatz auswählen
Die Auswahl beginnt bei der Nennlast: SAUTER Waagenbausätze sind in vier Laststufen von 600 kg bis 9.000 kg erhältlich. Da sich die Last auf vier Wägezellen verteilt, sollte die gewählte Stufe zum maximalen Gesamtgewicht aus Konstruktion und Wägegut passen, inklusive Reserve für ungleichmäßige Lastverteilung.
Die zweite Entscheidung betrifft die Umgebung. Die Standardreihe mit Wägezellen in IP67 eignet sich für typische Industrieanwendungen. Für anspruchsvollere Umgebungen ist die R-Reihe ausgelegt: Wägezellen aus legiertem Stahl mit IP68/IP69K und eine Junctionbox aus rostfreiem Stahl eignen sich auch bei dauerhafter Nässe und regelmäßiger Hochdruckreinigung, etwa in der Landwirtschaft oder Lebensmittelproduktion.
Prüfen Sie außerdem vor der Bestellung:
Eichung: Soll das fertige Wägesystem geeicht werden, muss ein Bausatz mit Bauartzulassung gewählt werden. Auch die Auswerteeinheit muss eichfähig sein.
Anschluss: Die Auswerteeinheit muss zum Zellenanschluss des Bausatzes passen.
Einbau: Die Auflagepunkte der Konstruktion sollten so geplant werden, dass alle vier Wägezellen gleichmäßig belastet werden.
Ein Waagenbausatz enthält die Messtechnik für den Aufbau einer individuellen Waage, in der Regel mehrere Wägezellen und eine Junctionbox. Der Lastträger, etwa Rahmen, Plattform oder Behälter, wird passend zur jeweiligen Konstruktion ergänzt. So lassen sich beispielsweise Silo-, Behälter- oder Bodeneinbauwaagen realisieren.
Ein SAUTER Waagenbausatz der CW-Reihe enthält vier DMS-Wägezellen mit einer Genauigkeit nach OIML R60 Klasse C3 sowie eine passende Junctionbox zum Anschluss und Abgleich der Zellen. Die Standardreihe arbeitet mit Wägezellen in IP67, die R-Reihe mit legiertem Stahl, IP68/IP69K und einer Junctionbox aus rostfreiem Stahl für nasse und raue Umgebungen. Lastträger und Auswerteeinheit sind nicht enthalten und werden passend zum Projekt ergänzt.
Ja, sofern die eingesetzten Komponenten die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Der Waagenbausatz benötigt eine Bauartzulassung und auch die Auswerteeinheit muss eichfähig sein. Die Eichung erfolgt für das komplette Wägesystem aus Konstruktion, Wägezellen und Auswerteeinheit.
Ein Waagenbausatz benötigt eine Auswerteeinheit. Für die Anzeige und Bedienung direkt am Wägeplatz eignet sich ein Auswertegerät mit Display. Sollen die Wägedaten an PC, SPS oder Netzwerk übertragen werden, kommt ein digitaler Wägetransmitter infrage. Wichtig ist, dass die Auswerteeinheit zum Zellenanschluss des Bausatzes passt und bei eichpflichtigen Anwendungen ebenfalls eichfähig ist.